Medienwelten

22. November 2009

Selbstdarstellung im Netz

Filed under: Digital Life,Medienpädagogik — heinzmoser @ 21:17
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Ich bin gerade vom GMK-Forum zum Web 2.0 zurück, das viele Anregungen gegeben hat und auch einen Überblick über die bisherigen Studien zur Nutzung des Web 2.0 vermittelte. Deutlich ist mir dabei vor allem geworden, dass der Spagat zwischen den Bedürfnis nach Selbstdarstellung im Netz und dem medienpädagogischen Zeigefinger, der vor den Gefahren des Netzes warnt, nicht so einfach ist: Auf der einen Seite haben Jugendliche das Bedürfnis, sich in ihren Profilen selbst darzustellen und auszudrücken. Doch wer seine Identität eigenwillig – vielleicht: zu krass und provokativ – ausdrückt, kann damit konfrontiert werden, dass das Netz auch nach Jahren nichts vergisst.

DIe einen aus der medienpädagogischen Szene weisen dann auf den (fiktiven) Arbeitgeber hin, der in zwanzig Jahren auf solche Informationen stösst und dies dann negativ sanktioniert. Die anderen betonen, dass ein Netz unattraktiv wird, welches den Ausdruck eigener Identität nur noch in einem feinmaschigen Sicherheitsnetz erlaubt („fad und langweilig*). Wenn Jugendliche übers Netz z.B miteinander flirten und Beziehungen aufnehmen, so kann das für die aktuelle Entwicklungsphase wichtig sein, aber dann wenns um den EInstieg in den Arbeitsprozess geht, sind BIlder aus dieser „Vergangenheit*möglicherweise hinderlich. Denn, wie gesagt, das Netz vergisst nichts…

Was soll man da tun? Das GMK-Forum hat darauf auch an seinem Schlusspodium vom Sonntag, den 22. November keine Lösung gezeigt. Natürlich ist medienkritische Reflexion immer gut und Vorsicht angebracht. Aber wo genau die Grenzen sind, das ist oft schwierig zu sagen. Denn meist sind es nicht so einfache Fälle, wie dienigen, dass Kinder nicht gleich ihre Adresse und Teklefonnummer ins Web stellen sollen.. Wo es komplexer wird, da muss man dort weiterdenken, wo das Forum endete.

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1 Kommentar »

  1. ich kann mir sehr reale arbeitgeber vorstellen, die beim überpfüfen der virtuellen selbstdarstellung nicht nur auf 20 jahre zurückliegende einträge stossen.

    Kommentar von peter holzwarth — 9. Dezember 2009 @ 18:43 | Antwort


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