Medienwelten

6. Januar 2012

Die Femme fatale in der Politik – die Skandale um Christian Wulff und Philipp Hildebrand

Filed under: Digital Life,Medien,Politik — heinzmoser @ 22:10

Der deutsche Spiegel vergleicht den Wahl des Bundespräsidenten Christian Wulff mit der Affäre um den schweizerischen Notenbankpräsidenten Hildebrand. Als grossen Unterschied hält er dabei fest, dass Hildebrand erheblich geschickter als der Bundespräsident agiert habe. Er habe sich an der Pressekonferenz vom vergangenen Freitag souverän gegen den Vorwurf gewehrt, Insiders-Geschäfte getätigt zu haben. Wörtlich meint der „Spiegel“: „Wulff wählte zum Sich-selbst-Erklären das Exklusiv-Interview im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, sprach mit belegter Schuljungen-Stimme, schaute sein Gegenüber von unten an und sagte ständig „man“. Hildebrand stellt sich mehr als eine Stunde den Fragen von Journalisten. Er redet mit fester Stimme von einem Podest herab.“ (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,807432,00.html)

So unterschiedlich die beiden Fälle liegen, so fällt dennoch eine Parallele auf: In einer Männergesellschaft der hohen Politik sind es die Frauen, die den Schwarzen Peter zugespielt erhalten. Wie geschah es doch im Fall Hildebrand? Er wusste nicht, dass seine Frau hinter seinem Rücken Bankgeschäfte tätigte. Sie sei halt unerfahren in der Politik, spontan und unberechenbar, und ja, sie habe einen starken eigenen Willen.. Frau Hildebrand muss sich ja gefreut haben, wie sie ihr Mann sie in seiner Presskonferenz charakterisierte. Auch bei Wulff gab es eine „femme fatale“, nämlich die Frau des Unternehmers Egon Gehrken, welche den umstrittenen Kredit im Zusamenhang mit einem Hauskauf gewährte. Vielleicht wusste da ihr Mann ja auch nichts davon….

Warum sind es immer die Frauen, welche die Männer in die Bredouille bringen, wenn es zu Medienskandalen kommt. Es sind ja nicht die einzigen Fälle in letzter Zeit. Auch Kachlmann und Kahn-Strauss könnte man in diesem Zug erwähnen. Wenn es um Macht, Geschäfte und um Reputation geht, sind es immer die Frauen, welche die eigentlichen Täterinnen sind – während die Männer sich als unschuldige Opfer vor den Medien rechtfertigen müssen, oder?

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